300 € Sparrate bei einem verschobenen 50/35/15-Mix.
Ein Musterportfolio besteht aus 5.500 € globalen Aktien, 3.500 € Euro-Anleihen und 1.500 € Tagesgeld. Insgesamt sind das 10.500 €. Der Aktienanteil ist auf rund 52,38 % gestiegen und liegt damit über der Zielquote von 50 %. Anleihen und Tagesgeld liegen darunter.
| Baustein | Aktuell | Nächste 300 € | Danach |
|---|---|---|---|
| Globale Aktien | 5.500 € | 0 € | 5.500 € |
| Euro-Anleihen | 3.500 € | 210 € | 3.710 € |
| Tagesgeld | 1.500 € | 90 € | 1.590 € |
| Gesamt | 10.500 € | 300 € | 10.800 € |
Nach dieser Einzahlung lägen die Quoten bei etwa 50,93 % Aktien, 34,35 % Anleihen und 14,72 % Tagesgeld. Der Mix ist dem Ziel näher, aber nicht exakt dort. Kurse und Kontostände können sich bis zur tatsächlichen Ausführung ändern.
Wie verteilt der Check die neue Rate?
Für jeden Baustein berechnet er zuerst den rechnerischen Zielbetrag nach der neuen Einzahlung: (aktueller Gesamtwert + Sparrate) × Zielquote. Anschließend betrachtet er nur positive Lücken zwischen diesem Zielbetrag und dem aktuellen Wert. Die Sparrate wird proportional zu diesen Lücken aufgeteilt. Bausteine, die bereits über ihrem Zielbetrag liegen, erhalten in diesem Beispiel nichts. Rest-Cent gehen nach den größten Nachkommarestbeträgen an die Bausteine, damit die Teilbeträge genau der eingegebenen Sparrate entsprechen.
Ist das Portfolio noch leer, folgt die erste Sparrate direkt den Zielquoten. Bei einer Sparrate von 0 € zeigt der Check nur den Ist- und Zielvergleich. Die optionalen 5 % Bitcoin werden wie im Bitcoin-Leitfaden berechnet: Die drei Grundgewichte schrumpfen proportional auf 95 %.
Wann eine rechnerisch passende Rate praktisch schwierig wird.
Ein ETF-Sparplan lässt sich nicht bei jedem Broker mit jedem Betrag oder jeder ISIN ausführen. Feste Kaufkosten, Spreads, Mindestbeträge und die Stückelung können die tatsächliche Aufteilung verändern. Tagesgeld ist ein Bankguthaben und kein ETF-Kauf. Vela zeigt Sparplankosten für konkrete österreichische Broker und eine ISIN ↗.
Der Check kennt weder deinen Notgroschen noch Steuerfolgen, Gebühren, persönliche Verlusttragfähigkeit oder künftige Kurse. Er führt keine Orders aus und fordert nicht zum Verkauf auf. Prüfe die aktuellen Unterlagen und Konditionen. Die FMA beschreibt Risiken von Fonds und ETFs ↗; das BMF erläutert Kapitaleinkünfte ↗.
Bausteine und Buchungen richtig einordnen.
Der Vergleich von Tagesgeld und kurzlaufendem Euro-Anleihen-ETF erklärt, warum diese beiden defensiven Bausteine unterschiedliche Aufgaben und Risiken haben. Im Tracking-Leitfaden steht, wie du die aktuellen Bestände erfasst und den Tagesgeldstand ergänzst. Alle Modellannahmen findest du unter Methodik und Redaktion.