Zuerst den Soll-Mix festlegen.
Wähle im Portfolio-Kompass eine Grundstrategie und notiere die Zielquoten. Im ausgewogenen Modell sind das beispielsweise 50 % globale Aktien, 35 % kurzlaufende Euro-Staatsanleihen und 15 % Tagesgeld. Diese Quoten sind ein Vergleichsmaßstab, keine persönliche Empfehlung. Halte außerdem die tatsächlichen Bestände und Kaufabrechnungen deines Brokers bereit.
Für jeden ETF brauchst du die richtige Anteilsklasse. Die ISIN hilft bei der Zuordnung; ein ähnlicher Name oder Ticker kann auf eine andere Anteilsklasse oder einen anderen Handelsplatz zeigen. Prüfe im Brokerbeleg ISIN, Stückzahl, Kaufdatum, Preis und Gebühren.
Portfolio und Transaktionen anlegen.
TradingView beschreibt die Funktion unter „Produkte → Portfolios“. Lege ein Portfolio an und wähle EUR als Basiswährung. Suche die tatsächlich gehaltenen Wertpapiere und überprüfe Symbol, Börsenplatz und ISIN. Anschließend trägst du Käufe und Verkäufe mit den Angaben aus deinen Abrechnungen ein. TradingView unterstützt auch den Import von Transaktionen per CSV oder XLSX; prüfe vorab das benötigte Dateiformat und kontrolliere die importierten Daten.
- Ausgeführte ETF-Käufe und Verkäufe mit Datum, Stückzahl, Preis und Gebühren.
- Ausschüttungen, falls du ausschüttende Anteilsklassen hältst.
- Neue Einzahlungen und den aktuellen Tagesgeldstand für die Gesamtsicht.
Die offizielle TradingView-Anleitung ↗ zeigt die aktuellen Portfolio-Funktionen. Menüführung, Import und verfügbare Symbole können sich ändern.
Tagesgeld separat dazurechnen.
Das Bankguthaben ist kein ETF. Wenn deine Tracking-App nur Wertpapiere enthält, weichen ihre prozentualen Gewichte vom gesamten Musterportfolio ab. Notiere daher den Tagesgeldstand separat und berechne die Ist-Quote jedes Bausteins als aktueller Bausteinwert ÷ Summe aller Bausteine.
Beispiel: 5.000 € Aktien, 3.500 € Anleihen und 1.500 € Tagesgeld ergeben insgesamt 10.000 €. Die Ist-Quoten betragen 50/35/15 und entsprechen damit dem ausgewogenen Zielmodell. Steigen die Aktien auf 5.500 € bei unveränderten anderen Werten, ergibt sich eine neue Summe von 10.500 € und eine Aktienquote von rund 52,4 %. Das zeigt eine Abweichung, aber noch keinen automatischen Handlungsbedarf.
Bei der optionalen 5-%-Bitcoin-Beimischung gehört der aktuelle Bitcoin-Wert ebenfalls in die Gesamtsumme. Die Kursanzeige einer App ersetzt keinen Nachweis über den tatsächlich verwahrten Bestand.
Gewichte prüfen statt täglich Kurse beobachten.
Ein monatlicher Abgleich kann genügen: neue Buchungen nachtragen, den Tagesgeldstand ergänzen und Ist- gegen Zielquoten halten. Eine größere Abweichung lässt sich möglicherweise mit neuen Einzahlungen verringern. Ob Käufe oder Verkäufe sinnvoll sind, hängt auch von Gebühren, Steuern und deiner persönlichen Situation ab. Eine fixe Rebalancing-Schwelle gibt Alpenportfolio nicht vor.
Bewahre Brokerabrechnungen und Steuerunterlagen auf. Die Tracking-App ist eine Planungshilfe; für verbindliche Stückzahlen, Gebühren und steuerliche Meldungen zählen Broker- und Bankunterlagen. Das BMF erläutert die Besteuerung von Kapitaleinkünften ↗. Bei einem ausländischen Broker können zusätzliche Pflichten entstehen.
Wenn du detaillierter auswerten willst.
Portfolio Performance ↗ bietet eine lokale Desktop-Anwendung mit Import- und Auswertungsfunktionen. Für einen einfachen Überblick reicht auch eine Tabelle mit ISIN, Stückzahl, aktuellem Wert, Gebühren und dem separat geführten Tagesgeld. Entscheidend ist, dass du die gleichen Bausteine vergleichst wie in deiner Zielaufteilung.
Wie die Musterquoten und Beispielbeträge entstehen, steht unter Methodik und Redaktion. Die Sparraten-Beispiele zeigen, wie sich künftige Monatsraten auf die Bausteine verteilen würden.